Traditionen erhalten – auch in Zeiten von Corona

Wenn am Karfreitag und Karsamstag keine Glocken läuten, dann sind in Nentershausen die Kinder gefragt! Sie zogen bis 2019 mit ihren Leiern durch die Straßen und riefen somit zum Gebet und zum Kirchgang auf. Wegen der Corona-Pandemie musste diese Tradition in 2020 erstmals in anderer Form fortgesetzt werden.

Pfiffig wie sie sind, organisierten die Kinder und Jugendliche das Leiern vom heimischen Hof, Garten, Balkon oder Bürgersteig aus. Sozusagen im Homeoffice.

Morgens um 7.30 Uhr und um 11.00 Uhr sowie abends um 18.30 Uhr erklang das Vertraute: Wir verkünden des Engels Gruß: Ave Maria.

Die Hoffnung, dass wir in diesem Jahr wieder durch den Ort ziehen können, hat sich leider nicht erfüllt. Noch geben es die Inzidenzzahlen nicht her, auch in kleinen Gruppen die Menschen zu Hause zu erfreuen.

Daher möchten wir an dieser Stelle alle Kinder und Jugendliche in Nentershausen  dazu aufrufen, auch in diesem Jahr das Leiern zu den üblichen Zeiten mit dem Ruf von zu Hause aus erschallen zu lassen.

Da in diesem Jahr wieder Gottesdienst stattfinden darf, soll auch am Karfreitag um 14.30 Uhr und am Karsamstag um 20.00 Uhr wieder das „Zom irschde on zom zwade Mol“ lautstark erklingen.

Lasst uns damit ein Zeichen der Verbundenheit setzen.

Wir hoffen, es machen viele mit!

Wahrscheinlich weiß keiner wirklich, wie alt diese Tradition ist. Helft bitte alle, damit sie nicht abbricht!